AKTE : Kontrollen, Poser, Raser, Szene

Fakten. Meinung. Haltung.!

Willkommen bei Akte , 

Jede AKTE beginnt mit einer echten Meldung.

Danach folgt unsere Meinung. Denn Fakten gehören berichtet. Und Haltung darf gezeigt werden.

GRNZWRTG steht für die Menschen,

 die mit Leidenschaft schrauben, Verantwortung übernehmen und den Unterschied 

zwischen Tuning und Rücksichtslosigkeit kennen.

AKTE #001

 

DIE MELDUNG

 

In den vergangenen Tagen haben mehrere Polizeibehörden erneut gezielte Kontrollen gegen die Poser-, Raser- und Tuningszene durchgeführt. Im Fokus standen überhöhte Geschwindigkeit, unnötiger Fahrzeuglärm, riskante Fahrmanöver sowie mutmaßlich illegale Autorennen. Dabei wurden Fahrzeuge kontrolliert, Führerscheine sichergestellt und in einzelnen Fällen Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Behörden betonen dabei regelmäßig, dass sich ihre Maßnahmen nicht gegen legale Tuningfahrzeuge oder verantwortungsbewusste Schrauber richten, sondern gegen Personen, die andere Verkehrsteilnehmer gefährden.

 

Quelle :Offizielle News zu Raser 2026 | Presseportal

 

 

 

 

DIE MEINUNG VON GRNZWRTG

 

Und genau hier liegt das eigentliche Problem.

 

Jedes Mal, wenn sich ein paar Selbstdarsteller auf öffentlichen Straßen beweisen müssen, zahlt am Ende die gesamte Szene den Preis.

 

Der Familienvater mit seinem gepflegten Youngtimer.

 

Der Azubi, der monatelang auf seine Traumfelgen gespart hat.

 

Der Schrauber, der jede Änderung sauber eintragen lässt.

 

Oder der T4-Fahrer, der die ganze Woche nach Feierabend in der Garage schraubt, nur um am Wochenende mit seiner Familie an die Ostsee zu fahren.

 

Sie alle werden am Ende mit denselben Vorurteilen konfrontiert.

 

Nicht wegen ihrer Autos.

 

Sondern wegen Menschen, die Aufmerksamkeit wichtiger finden als Verantwortung.

 

Das sieht man jedes Jahr aufs Neue – ob auf kleinen Treffen in Deutschland oder bei großen Veranstaltungen wie SO.GA am Gardasee.

 

Tausende Menschen reisen an, um ihre Leidenschaft zu teilen.

 

Sie schrauben. Sie fachsimpeln. Sie lachen. Sie verbringen Zeit mit Freunden und Familie.

 

Und worüber wird am Ende gesprochen?

 

Über Polizeieinsätze. Über Straßensperrungen. Über Poser. Über Raser.

 

Nicht das Treffen bleibt in Erinnerung.

 

Sondern das Fehlverhalten einer kleinen Minderheit.

 

Leistung ist nicht das Problem. Lautstärke ist nicht das Problem. Tuning ist nicht das Problem.

 

Das Problem sitzt hinter dem Lenkrad.

 

Wer auf öffentlichen Straßen Rennen fährt, Menschen gefährdet oder meint, Likes seien wichtiger als Leben, fährt nicht für die Szene.

 

Er fährt gegen sie.

 

Und genau deshalb wird GRNZWRTG niemals Poser feiern.

 

Wir stehen für die Menschen, die mit ölverschmierten Händen nach Hause kommen.

 

Für diejenigen, die lieber schrauben als angeben.

 

Für die, die ihre Fahrzeuge mit Herzblut aufbauen.

 

Für den T4, der am Wochenende an die See fährt.

 

Für den Golf, der seit Jahren Stück für Stück restauriert wird.

 

Für den E30, der nicht für die Innenstadt gebaut wurde, sondern für Erinnerungen.

 

Denn genau sie sind die Szene.

 

Nicht die, die sie kaputtmachen.

 

WENIGER POSER. WENIGER RASER. WENIGER VORURTEILE.

 

GRNZWRTG

 

Nr.: 0463 --Polizei erneut gegen Raser und Poser unterwegs--

 

209 offizielle News zu Tuner | Presseportal

 

Polizei stoppt Raser-Duo in Lübeck - WELT

 

 

AKTE #002

DIE MELDUNG

Mehrere Polizeibehörden haben in den vergangenen Tagen erneut gezielte Kontrollen gegen die Poser-, Raser- und Tuningszene durchgeführt. 

Kontrolliert wurden insbesondere Fahrzeuge, die durch überhöhte Geschwindigkeit, unnötigen Lärm oder auffällige Fahrweise aufgefallen waren.

Nach Angaben der Polizei richteten sich die Maßnahmen ausdrücklich nicht gegen legale Tuningfahrzeuge oder verantwortungsbewusste Schrauber, sondern gegen Personen, die durch ihr Verhalten andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Bei den Kontrollen kam es unter anderem zu Fahrzeugüberprüfungen, Anzeigen, Sicherstellungen von Führerscheinen sowie Ermittlungen wegen des Verdachts verbotener Kraftfahrzeugrennen.

 

Quelle : Offizielle News zu Raser 2026 | Presseportal

 

DIE MEINUNG VON GRNZWRTG

Wisst ihr, was mich daran eigentlich am meisten stört?

Nicht die Kontrollen. Nicht die Polizei.

Sondern die Tatsache, dass wir jedes Mal dieselbe Diskussion führen müssen.

Da baut jemand jahrelang an seinem Traumauto.

Der Lack wird poliert. Die letzte Schraube wird noch einmal kontrolliert. Der TÜV ist gemacht.

Alles sauber eingetragen.

Oder der T4, an dem die ganze Woche nach Feierabend geschraubt wird, damit am Wochenende die Familie an die Ostsee fahren kann.

Und trotzdem reicht das Verhalten einiger weniger aus, damit plötzlich alle denselben Stempel bekommen.

Poser. Raser. Gefährder.

Dabei liegen zwischen einem Schrauber und einem Poser Welten.

Der eine baut. Der andere will nur gesehen werden.

Der eine investiert Zeit, Wissen und Herzblut. Der andere sucht Aufmerksamkeit.

 

Und genau deshalb müssen wir anfangen, diese Menschen voneinander zu unterscheiden.

Nicht jeder laute Auspuff bedeutet ein illegales Rennen. Nicht jedes tiefergelegte Auto ist eine Gefahr.

Nicht jeder Tuner ist ein Poser.

Aber jeder Poser sorgt dafür, dass echte Schrauber/Tuner  ihren Ruf verlieren.

 

Und genau deshalb wird GRNZWRTG niemals diejenigen feiern, die unsere Szene kaputtmachen.

Wir feiern die, die nach der Arbeit in die Garage gehen.

Die ihren Kindern zeigen, wie man schraubt. Die Wissen weitergeben. Die Respekt haben.

Denn genau sie haben unsere Szene aufgebaut.

Und genau sie sorgen dafür, dass sie auch morgen noch existiert.

 

WENIGER POSER. WENIGER RASER. WENIGER VORURTEILE.

GRNZWRTG

 

Quellen :

POL-F: 260613 - 0748 Frankfurt: Gezielte Kontrollmaßnahmen im Kontext Raser, Poser, Tuner | Presseportal

So viele illegale Autorennen hat die Polizei im Landkreis Ludwigsburg allein in diesem Jahr registriert

Raser überholt Zivilpolizei bei Offenbach: Illegales Autorennen? | hessenschau.de

 

 

 

 

 

AKTE #003

DIE MELDUNG

In mehreren Städten Deutschlands haben Polizeibehörden in den vergangenen Tagen erneut gezielte Kontrollen gegen die Poser- und Raserszene durchgeführt. Dabei standen überhöhte Geschwindigkeit, unnötiger Fahrzeuglärm und riskantes Fahrverhalten im Fokus. In Bremen konnten durch eine starke Polizeipräsenz größere Verstöße bei einem über soziale Medien angekündigten Treffen verhindert werden. Parallel meldeten andere Polizeibehörden Ermittlungen wegen mutmaßlich illegaler Autorennen sowie Sicherstellungen von Fahrzeugen und Führerscheinen.

DIE MEINUNG VON GRNZWRTG

Manchmal gewinnt man eine Diskussion nicht dadurch, dass man lauter ist.

Sondern dadurch, dass man sich vernünftig verhält.

Jedes Mal, wenn ein Treffen ruhig verläuft, spricht kaum jemand darüber.

Kein Fernsehbericht.

Keine große Schlagzeile.

Keine Diskussion in den sozialen Medien.

Aber sobald einer meint, er müsse beim Verlassen des Treffens noch einmal allen beweisen, wie laut sein Auto ist oder wie schnell er beschleunigen kann, ist genau das am nächsten Morgen überall zu lesen.

Und wieder heißt es:

"Die Tuner..."

Nein.

Nicht die Tuner.

Nicht die Schrauber.

Sondern genau die wenigen, die nicht verstanden haben, worum es in diesem Hobby eigentlich geht.

Ein Auto aufzubauen dauert Monate.

Manchmal Jahre.

Einen schlechten Ruf zu zerstören, dauert nur wenige Sekunden.

Deshalb ist es völlig egal, wie viel Leistung unter der Haube steckt.

Entscheidend ist, was hinter dem Lenkrad sitzt.

Ein echter Schrauber muss niemandem etwas beweisen.

Sein Auto erzählt seine Geschichte von ganz allein.

Quellen

  • Presseportal – Polizeipräsidium Osthessen: „Erneute Kontrollen im Bereich Raser- und Poserszene: Polizei geht gegen Lärmbelästiger vor“ (14.07.2026). 
  • Presseportal – Polizei Bonn: „Polizei stoppt mutmaßliches Autorennen – Sicherstellungen nach Zeugenhinweis“ (15.07.2026). 
  • Stadt Mannheim: „Bilanz der Schwerpunktkontrolle ‚Poser‘“ (20.07.2026).

 

 

 

AKTE #004

DIE MELDUNG

Am vergangenen Wochenende kontrollierte die Polizei in Schelklingen (Baden-Württemberg) einen BMW, bei dem technische Veränderungen am Fahrwerk und an der Hinterachse festgestellt wurden. Nach Einschätzung der Beamten war dadurch die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs erloschen. Gegen den Fahrer wurden die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet.

Der Fall ist kein Einzelfall. Auch andere Polizeibehörden haben in den vergangenen Wochen ihre Kontrollen gegen illegales Tuning, Posing und Raserei verstärkt. Ziel der Maßnahmen ist es, Fahrzeuge mit sicherheitsrelevanten Mängeln oder unzulässigen Umbauten aus dem Verkehr zu ziehen.

DIE MEINUNG VON GRNZWRTG

Es gibt einen Satz, den echte Schrauber nur zu gut kennen:

"Ist doch nur ein Fahrwerk."

Nein.

Ein Fahrwerk ist nie "nur ein Fahrwerk".

Es entscheidet darüber, wie ein Auto lenkt.

Wie es bremst.

Wie es ausweicht.

Und im schlimmsten Fall darüber, ob jemand gesund nach Hause kommt.

Genau deshalb gibt es einen Unterschied zwischen Umbauen und Zusammenbauen.

Wer sich informiert, hochwertige Teile verbaut, sauber arbeitet und seine Änderungen eintragen lässt, hat Respekt vor seinem Fahrzeug – und vor allen anderen auf der Straße.

Wer dagegen irgendwelche Teile zusammenschraubt, weil sie billig sind oder gut aussehen, spielt nicht nur mit seiner eigenen Sicherheit.

Er spielt mit der Sicherheit anderer.

Und genau das hat mit der Schrauberszene nichts zu tun.

Ein echter Schrauber misst.

Prüft.

Verbessert.

Lernt.

Er weiß, dass Leistung Verantwortung bedeutet.

Und dass ein gutes Auto nicht dadurch entsteht, dass möglichst viele Teile verbaut werden.

Sondern dadurch, dass jedes einzelne Teil seinen Zweck erfüllt.

Qualität erkennt man nicht daran, wie tief ein Auto ist.

Sondern daran, wie sauber es gebaut wurde.

Quellen

  • Polizeipräsidium Ulm – „Betriebserlaubnis erloschen / Polizei stoppt Tuner in Schelklingen“ (27.07.2026). 
  • Stadt Mannheim – „Bilanz der Schwerpunktkontrolle Poser“ (20.07.2026). 
  • Presseportal – Übersicht aktueller Polizeimeldungen zu Rasern und Schwerpunktkontrollen. 

 

 

 

 

 

 

AKTE #005

DIE MELDUNG

In Bremen begleitete die Polizei erneut ein über soziale Medien angekündigtes Treffen der Poser- und Raserszene. Durch eine starke Polizeipräsenz und die direkte Ansprache der Teilnehmer konnten größere Verstöße verhindert werden. Parallel wurden im Stadtgebiet mobile und stationäre Verkehrskontrollen durchgeführt und mehrere Verkehrsverstöße geahndet. Nach Angaben der Polizei war das Ziel, gefährliche Situationen gar nicht erst entstehen zu lassen.

DIE MEINUNG VON GRNZWRTG

Früher hat man sich getroffen, um Autos anzuschauen.

Heute treffen sich manche nur noch, damit andere ihnen zuschauen.

Und genau da liegt das Problem.

Nicht das Treffen.

Nicht das Hobby.

Sondern der Wunsch, für ein paar Sekunden Aufmerksamkeit alles andere auszublenden.

Wenn schon vor dem Treffen klar ist, dass Polizei vor Ort sein muss, läuft etwas schief.

Denn ein Schraubertreffen sollte kein Ort sein, an dem Anwohner Angst vor Burnouts, Begrenzerorgien oder spontanen Rennen haben.

Es sollte ein Ort sein, an dem man über Umbauten spricht.

Über Ideen.

Über Lösungen.

Über Fahrzeuge, in denen hunderte Stunden Arbeit stecken.

Die meisten fahren zu solchen Treffen, um Menschen kennenzulernen, die dieselbe Leidenschaft teilen.

Sie wollen fachsimpeln.

Inspiration sammeln.

Vielleicht einfach nur einen schönen Abend verbringen.

Doch eine kleine Gruppe sorgt immer wieder dafür, dass genau diese Leidenschaft in den Hintergrund rückt.

Deshalb muss sich unsere Szene auch selbst fragen:

Was wollen wir eigentlich sein?

Eine Gemeinschaft aus Schraubern?

Oder eine Bühne für Selbstdarsteller?

Für GRNZWRTG ist die Antwort klar.

Leidenschaft braucht keinen Applaus.

Sie zeigt sich in der Garage.

Nicht auf der Kreuzung.

Quellen

  • Polizei Bremen – „Polizei erneut gegen Raser und Poser unterwegs“ (12.07.2026). 
  • Polizeipräsidium Osthessen – „Erneute Kontrollen im Bereich Raser- und Poserszene: Polizei geht gegen Lärmbelästiger vor“ (14.07.2026). 

 

 

 

 

 

 

AKTE #006

DIE MELDUNG

 

 

In Rottweil kontrollierte die Polizei in einer Schwerpunktaktion gezielt die Poser- und Tuningszene. Mehrere Fahrzeuge und Personen wurden überprüft. Im Mittelpunkt standen technische Veränderungen, unnötiger Fahrzeuglärm und die Einhaltung der Verkehrsvorschriften. Ziel der Kontrolle war es ausdrücklich, gegen rücksichtsloses Verhalten und sicherheitsrelevante Verstöße vorzugehen – nicht gegen legales Tuning an sich.

Ähnliche Schwerpunktkontrollen fanden in den vergangenen Wochen unter anderem auch in Mannheim statt. Dort wurden über 100 Fahrzeuge kontrolliert. Die Behörden betonen regelmäßig, dass der Fokus auf illegalem Tuning, Posing und gefährlichem Fahrverhalten liegt.

DIE MEINUNG VON GRNZWRTG

Es gibt einen Unterschied, den viele außerhalb unserer Szene gar nicht kennen.

Ein Tuner verändert ein Auto.

Ein Schrauber versteht es.

Der eine kauft Teile.

Der andere weiß, warum genau dieses Teil verbaut wird.

Er kennt Drehmomente.

Er kennt Material.

Er weiß, warum ein Fahrwerk nicht nur tief, sondern auch sicher sein muss.

Warum Bremsen zur Leistung passen müssen.

Warum eine Eintragung mehr ist als ein Stück Papier.

Genau dieses Wissen hat unsere Szene groß gemacht.

Nicht Burnouts auf Kreuzungen.

Nicht Begrenzer in der Innenstadt.

Nicht Vollgas für ein Handyvideo.

Deshalb ärgert es mich, wenn alle in einen Topf geworfen werden.

Denn wer seine Arbeit ordentlich macht, hat vor einer Kontrolle meistens nichts zu verstecken.

Und wer sauber baut, weiß auch, warum Regeln manchmal sinnvoll sind.

Nicht jede Vorschrift ist bequem.

Aber viele sind entstanden, weil irgendwann jemand verletzt wurde.

Deshalb sollte unser Anspruch höher sein als der Mindeststandard.

Nicht weil wir müssen.

Sondern weil wir zeigen wollen, dass Leidenschaft und Verantwortung zusammengehören.

Denn am Ende erinnert sich niemand daran, wie laut dein Auto war.

Aber viele erinnern sich daran, wie du dich damit verhalten hast.

Quellen

  • Polizeipräsidium Konstanz: „Polizeibeamte des Polizeireviers Rottweil kontrollieren Poser und Tuner“ (20.07.2026). 
  • Stadt Mannheim: „Bilanz der Schwerpunktkontrolle Poser“ (20.07.2026). 
  • Polizeipräsidium Frankfurt am Main: „Gezielte Kontrollmaßnahmen im Kontext Raser, Poser, Tuner“ (13.06.2026). 

 

 

 

AKTE #007

DIE MELDUNG

In Bremen zeigte sich bei einem Treffen der Tuningszene, dass es auch anders geht. Die Polizei begleitete die Veranstaltung mit einer erhöhten Präsenz. Rund 90 Fahrzeuge kamen zusammen. Nach Angaben der Polizei verlief das eigentliche Tunertreffen ohne festgestellte Verstöße. Einzelne Personen, die der Poser- und Raserszene zugeordnet wurden, wurden direkt angesprochen und verließen den Bereich. Parallel führte die Polizei an anderer Stelle Geschwindigkeitskontrollen durch und ahndete mehrere erhebliche Tempoverstöße. Die Kontrollen sollen auch künftig fortgesetzt werden.

DIE MEINUNG VON GRNZWRTG

Heute gibt es mal keine Geschichte über Burnouts.

Keine Geschichte über ein illegales Rennen.

Keine Geschichte über einen schweren Unfall.

Warum?

Weil auch das zur Wahrheit gehört.

Wenn sich 90 Fahrzeuge treffen und sich die große Mehrheit vernünftig verhält, ist das ebenfalls eine Geschichte wert.

Denn genau so sieht unsere Szene meistens aus.

Man trifft sich.

Schaut sich Umbauten an.

Spricht über Motoren, Fahrwerke und Lack.

Hilft sich gegenseitig.

Tauscht Erfahrungen aus.

Und fährt wieder nach Hause.

Das schafft keine Schlagzeilen.

Aber genau daraus besteht unser Hobby.

Umso wichtiger ist es, dass diejenigen, die aus der Reihe tanzen, nicht bestimmen, wie über alle gesprochen wird.

Wer mit seinem Verhalten andere gefährdet, gehört konsequent aus dem Verkehr gezogen.

Wer dagegen mit Respekt unterwegs ist, sollte auch genau so wahrgenommen werden.

Denn eines darf man nie vergessen:

Eine Szene wird nicht durch die Lautesten definiert.

Sondern durch die Mehrheit, die Verantwortung übernimmt.

Und genau diese Mehrheit möchten wir mit GRNZWRTG sichtbar machen.

Quellen

 

 

 

 

 

 

AKTE #008

DIE MELDUNG

 

Mit dem Beginn der Tuning-Saison haben mehrere Bundesländer erneut angekündigt, verstärkt gegen illegale Autorennen, unzulässige Fahrzeugumbauten und rücksichtsloses Verhalten vorzugehen. Gleichzeitig betonen die Behörden ausdrücklich, dass legales Tuning und verantwortungsbewusst aufgebaute Fahrzeuge nicht das Ziel der Maßnahmen sind. Im Mittelpunkt stehen ausschließlich Fahrzeuge und Fahrer, die durch gefährliches Verhalten oder unzulässige Umbauten andere gefährden.

DIE MEINUNG VON GRNZWRTG

Ich habe mir eine Frage gestellt.

Wann haben wir eigentlich aufgehört, uns gegenseitig zu korrigieren?

Früher gab es auf jedem Treffen jemanden, der gesagt hat:

"Lass den Scheiß."

Nicht, weil er Spielverderber war.

Sondern weil ihm die Szene wichtig war.

Heute wird das Handy gezückt.

Gefilmt.

Gepostet.

Geliked.

Und wenn einer einen Burnout mitten auf der Straße macht, stehen zehn Leute daneben und feiern ihn.

Dabei wäre genau jetzt der Moment, an dem einer sagen müsste:

"Alter... hör auf."

Nicht die Polizei entscheidet, welchen Ruf unsere Szene hat.

Nicht die Presse.

Wir selbst entscheiden das.

Mit jedem Treffen.

Mit jedem Video.

Mit jedem Kommentar.

Wenn wir anfangen, diejenigen zu feiern, die unsere Leidenschaft kaputtmachen, brauchen wir uns über Vorurteile nicht zu wundern.

Vielleicht braucht unsere Szene deshalb nicht mehr Leistung.

Vielleicht braucht sie wieder mehr Menschen, die den Mut haben zu sagen:

"Das ist nicht cool."

Denn echte Schrauber beeindrucken nicht mit Qualm.

Sie beeindrucken mit Können.

Quellen

  • The GuardianGerman police crack down on illegal street car tuning as season begins (18.04.2025). Beschreibt den Fokus der Behörden auf illegale Rennen, unzulässige Umbauten sowie die ausdrückliche Unterscheidung zwischen legalem Tuning und gefährlichem Verhalten. 

 

 

 

AKTE #009

DIE MELDUNG

 

In Schelklingen (Baden-Württemberg) kontrollierte die Polizei einen BMW im Rahmen einer Verkehrskontrolle. Dabei stellten die Beamten mehrere technische Veränderungen fest, unter anderem am Fahrwerk und an der Hinterachse. Nach Einschätzung der Polizei war dadurch die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs erloschen. Der Fahrer durfte mit dem Fahrzeug nicht weiterfahren und muss nun mit den entsprechenden rechtlichen Folgen rechnen.

DIE MEINUNG VON GRNZWRTG

Es gibt einen Satz, den man in der Schrauberszene oft hört:

„Ist doch nur ein kleines Detail.“

Aber genau aus kleinen Details werden manchmal große Probleme.

Ein Fahrwerk ist nicht einfach nur dafür da, dass das Auto tiefer aussieht.

Eine Achse ist nicht einfach nur ein Stück Metall.

Und eine Eintragung ist nicht bloß Papier für den Handschuhkasten.

Wer an seinem Fahrzeug schraubt, übernimmt Verantwortung.

Nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Menschen, die ihm auf der Straße begegnen.

Genau deshalb unterscheiden wir bei GRNZWRTG zwischen Schraubern und Pfuschern.

Ein Schrauber informiert sich.

Er baut ordentlich.

Er prüft, ob sein Umbau sicher ist.

Und wenn etwas eingetragen werden muss, dann gehört das eben dazu.

Pfusch dagegen schadet am Ende allen.

Nicht nur dem Fahrer.

Sondern auch der Szene, die anschließend wieder erklären muss, warum nicht jeder Tuner ein Sicherheitsrisiko ist.

Leidenschaft zeigt sich nicht darin, Regeln möglichst geschickt zu umgehen.

Sondern darin, ein Fahrzeug so aufzubauen, dass man stolz darauf sein kann – auch bei einer Kontrolle.

Quellen

  • Polizeipräsidium Ulm – „(UL) Schelklingen – Betriebserlaubnis erloschen / Am Sonntag stoppte die Polizei in Schelklingen einen Tuner.“ Veröffentlicht am 27.07.2026

 

 

 

 

AKTE #010

DIE MELDUNG

Auf der A3 in Rheinland-Pfalz fiel einer Zivilstreife ein 23-jähriger Porschefahrer aus den Niederlanden auf. Nach Angaben der Polizei fuhr er in Richtung Köln sehr dicht auf andere Fahrzeuge auf und überholte mehrfach rechts. Dabei soll er Geschwindigkeiten von bis zu 235 km/h erreicht und andere Verkehrsteilnehmer erheblich gefährdet haben.

Die Zivilstreife nahm die Verfolgung auf, konnte zunächst jedoch nicht mithalten. Rund 20 Kilometer später gelang es der Polizei, den Porsche zu stoppen.

Bei der Kontrolle stellte sich laut Polizei außerdem heraus, dass der Fahrer Cannabis konsumiert hatte. Sein niederländischer Führerschein wurde sichergestellt und er musste eine Sicherheitsleistung von 10.000 Euro hinterlegen.

Gegen den Mann wird unter anderem wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt. Wichtig: Das ist derzeit ein Ermittlungsverdacht und keine rechtskräftige Verurteilung.

DIE MEINUNG VON GRNZWRTG

235 km/h.

Porsche.

Freie Autobahn?

Und damit könnte die Geschichte eigentlich schon wieder anfangen, wie sie bei solchen Meldungen fast immer anfängt:

„Die bösen schnellen Autos.“

Nur liegt das Problem hier gar nicht bei den 235.

Es liegt beim Rest.

Dicht auffahren.

Rechts überholen.

Andere Verkehrsteilnehmer gefährden.

Und offenbar selbst dann nicht merken, dass vielleicht irgendwann Schluss sein sollte.

Genau deshalb müssen wir in der Szene endlich aufhören, Geschwindigkeit mit Können zu verwechseln.

Ein schnelles Auto kaufen kann man.

Ein schnelles Auto bauen kann man.

Und verdammt noch mal – wir lieben schnelle Autos.

Aber ein Fahrzeug verantwortungsvoll zu bewegen, bedeutet eben auch zu wissen, wann man die Leistung nicht abruft.

Denn auf einer öffentlichen Straße fährt man nicht allein.

Da sitzt vielleicht jemand mit seinen Kindern im Auto.

Da fährt jemand nach einer Nachtschicht nach Hause.

Da zieht jemand zum Überholen raus, der nicht damit rechnet, dass von hinten plötzlich ein Fahrzeug mit weit über 200 km/h angeflogen kommt.

Und genau an diesem Punkt hört für uns das Gerede von „Autoliebe“ auf.

Das ist keine Tuningszene.

Das ist kein Schrauben.

Das ist kein Motorsport.

Das ist ein Fahrer, gegen den nun wegen seines Verhaltens ermittelt wird.

Und vielleicht sollten wir genau deshalb öfter sagen:

Wir lieben schnelle Autos.

Aber wir müssen nicht jeden lieben, der schnell fährt.

GRNZWRTG

Quellen

Der Südwestrundfunk berichtete am 5. August 2026 über den Fall und beruft sich dabei auf Angaben der Verkehrspolizei Koblenz. Der Bericht nennt die 235 km/h, das dichte Auffahren und Rechtsüberholen, die rund 20 Kilometer bis zur Kontrolle, den festgestellten Cannabiskonsum, die Sicherheitsleistung von 10.000 Euro und die Ermittlungen wegen des Verdachts eines illegalen Autorennens.

SWR-Bericht vom 5. August 2026 – „Mit 235 Stundenkilometern auf der A3 – Raser gefasst“

Hinweis: Die Zusammenfassung basiert auf den öffentlich verfügbaren Informationen vom 5. August 2026. Die Ermittlungen laufen; ein Verdacht ist keine Verurteilung. Die Einordnung unter „Die Meinung von GRNZWRTG“ ist ausdrücklich die Meinung von GRNZWRTG.

 

 

 

 

 

AKTE #011

DIE MELDUNG

Am Sonntagabend, 16. August 2026, kam es auf der Klönnestraße in Dortmund zu einem schweren Verkehrsunfall.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand der Polizei Dortmund sollen sich ein 27-jähriger Fahrer eines VW Arteon und ein 23-jähriger Fahrer eines BMW X5 ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen geliefert haben.

Zeugen zufolge fuhren beide Fahrzeuge mit stark überhöhter Geschwindigkeit.

Gegen 21:20 Uhr überquerte ein 13-jähriger Junge die Klönnestraße.

Der VW erfasste ihn.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Junge auf den Gehweg geschleudert und schwer verletzt. Ersthelfer versorgten ihn bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Er wurde anschließend ins Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Polizei bestand keine Lebensgefahr.

Die Polizei stellte die beiden Fahrzeuge, die Mobiltelefone und die Führerscheine der Fahrer sicher. Ermittelt wird wegen des Verdachts der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen sowie fahrlässiger Körperverletzung. Hinweise auf Alkohol- oder Drogenkonsum gab es laut Polizei bei beiden Fahrern nicht.

DIE MEINUNG VON GRNZWRTG

13 Jahre.

Er hatte keinen getunten Wagen.

Er wollte niemandem zeigen, wie schnell er ist.

Er war nicht Teil irgendeines Rennens.

Er wollte einfach nur über die Straße.

Und genau deshalb ist diese Geschichte für uns wichtiger als die Frage, welche Autos beteiligt waren oder wie viel Leistung sie hatten.

Bei einem illegalen Straßenrennen fahren nämlich nicht nur zwei Leute gegeneinander.

Da fährt immer noch jemand mit.

Der Gegenverkehr.

Der Radfahrer.

Die Familie im Auto nebenan.

Oder eben ein 13-jähriger Junge, der gerade die Straße überquert.

Wir reden bei GRNZWRTG oft darüber, dass schnelle Autos nicht das Problem sind.

Dabei bleiben wir.

Wir lieben Leistung.
Wir lieben Umbauten.
Wir lieben Autos, die völlig unnötig viel Leistung haben.

Aber eine öffentliche Straße ist keine Rennstrecke.

Und das ist keine langweilige Moralpredigt.

Es ist der Unterschied zwischen:

„Ich riskiere meinen eigenen Arsch.“

und

„Ich entscheide ungefragt auch über den Arsch eines anderen.“

Der Junge hatte mit diesem Rennen nichts zu tun.

Trotzdem liegt er anschließend schwer verletzt im Krankenhaus.

Vielleicht ist genau das der Satz, den man sich merken sollte:

Wer auf öffentlichen Straßen Rennen fährt, entscheidet nicht nur über sein eigenes Risiko.

Er entscheidet über das Risiko von Menschen, die nie gefragt wurden, ob sie mitmachen wollen.

Gegen Poser. Gegen Raser. Für eine Szene mit Respekt.

GRNZWRTG

Quellenlage

Die Meldung wurde am 17. August 2026 um 09:06 Uhr von der Polizei Dortmund veröffentlicht. Wichtig für unsere saubere Trennung von Fakten und Meinung: Die Polizei spricht ausdrücklich vom bisherigen Ermittlungsstand. Die beiden Männer sind damit nicht rechtskräftig wegen eines illegalen Rennens verurteilt.

Originalmeldung der Polizei Dortmund vom 17. August 2026

 

AKTE #012

DIE MELDUNG

In der Nacht zum Donnerstag fiel einer Polizeistreife in Celle ein vollbesetzter Pkw auf.

Die Beamten wendeten und folgten dem Fahrzeug über eine längere Strecke. Innerhalb geschlossener Ortschaften beschleunigte der Fahrer laut Polizeiinspektion Celle zeitweise auf mehr als das Doppelte der erlaubten Geschwindigkeit. Zusätzlich bemerkten die Beamten Auffälligkeiten bei seiner Fahrweise.

Nachdem die Polizei das Fahrzeug stoppen konnte, ergab ein Atemalkoholtest 1,99 Promille.

Die Weiterfahrt wurde untersagt, der Führerschein sichergestellt und zur weiteren Beweissicherung eine Blutprobe angeordnet. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

DIE MEINUNG VON GRNZWRTG

Wir könnten jetzt darüber reden, welches Auto er gefahren ist.

Wie viel PS es hatte.

Ob es getunt war.

Welche Felgen drauf waren.

Machen wir aber nicht.

Denn wisst ihr was?

Das Auto konnte nichts dafür.

1,99 Promille entscheidet kein Motorsteuergerät.

Innerorts mehr als doppelt so schnell zu fahren entscheidet kein Turbolader.

Und mit einem vollbesetzten Auto loszufahren entscheidet auch keine Auspuffanlage.

Das entscheidet der Mensch hinter dem Lenkrad.

Genau deshalb nervt uns dieses einfache Bild vom „gefährlichen Auto“ manchmal so sehr.

Ein 400-PS-Auto kann völlig entspannt durch eine Stadt rollen.

Und ein serienmäßiges 80-PS-Auto kann mit dem falschen Menschen am Steuer zur Gefahr werden.

Wir sind eine Autoszene.

Wir lieben Leistung.

Wir bauen Fahrwerke ein, ändern Räder, optimieren Motoren und freuen uns über Dinge, bei denen normale Menschen wahrscheinlich nur mit dem Kopf schütteln. 😂

Aber Verantwortung lässt sich nicht tunen.

Die muss derjenige mitbringen, der den Schlüssel umdreht.

Und bei 1,99 Promille gibt es für uns auch keine Diskussion darüber, ob man „noch fahren konnte“.

Schlüssel liegen lassen.

Fertig.

Denn diesmal saßen sogar noch andere Menschen mit im Auto.

Das Problem hat nicht vier Räder.

Das Problem sitzt manchmal dahinter.

Gegen Poser. Gegen Raser. Für eine Szene mit Respekt.

GRNZWRTG

Quelle

Die Originalmeldung der Polizeiinspektion Celle wurde am 20.08.2026 um 11:13 Uhr veröffentlicht. Sie bestätigt die mehr als doppelte innerörtliche Geschwindigkeit, den Atemalkoholwert von 1,99 Promille, die Sicherstellung des Führerscheins, die Blutentnahme und das eingeleitete Strafverfahren.

Originalmeldung der Polizeiinspektion Celle vom 20. August 2026

AKTE #013

DIE MELDUNG

Am Donnerstagabend, 20. August 2026, geriet auf der A6 zwischen Ramstein und Kaiserslautern-Einsiedlerhof ein 24-jähriger BMW-Fahrer ins Visier eines zivilen Messfahrzeugs der Polizei.

Bei erlaubten 130 km/h beschleunigte der Mann nach Angaben der Polizei auf mehr als 180 km/h. Außerdem soll er Slalom gefahren und andere Fahrzeuge riskant überholt haben.

Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und konnten den Fahrer im Bereich Weilerbach zunächst stoppen.

Und dann wird die Geschichte interessant.

Nach einem kurzen Halt fuhr der Mann erneut davon.

Seine spätere Erklärung gegenüber der Polizei:

Er habe sich zu einem „Rennen mit der Polizei“ aufgefordert gefühlt.

Die Beamten stoppten ihn schließlich erneut. Bei der anschließenden Kontrolle ergab ein Atemalkoholtest 0,77 Promille.

Eine Blutprobe wurde angeordnet. Führerschein und Fahrzeug wurden sichergestellt und ein Strafverfahren eingeleitet.

Die Polizei sucht außerdem Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des Mannes gefährdet wurden.

DIE MEINUNG VON GRNZWRTG

Manchmal liest man einen einzigen Satz und weiß eigentlich schon, wo das Problem liegt.

„Ich fühlte mich zu einem Rennen mit der Polizei aufgefordert.“

Nein.

Du wurdest nicht herausgefordert.

Du wurdest kontrolliert.

Ein Polizeiauto hinter dir ist kein Gegner an der Startlinie.

Blaulicht ist keine Startampel.

Und eine Verkehrskontrolle ist verdammt noch mal keine Einladung zum Beschleunigungsrennen.

Genau hier liegt für uns ein Unterschied, über den viel zu selten gesprochen wird.

Wir können Autos lieben.

Wir können Leistung lieben.

Wir können einen Motor bauen, bei dem jeder vernünftige Mensch fragt, wozu man eigentlich so viel Leistung braucht. 😂

Weil wir es können.

Das gehört zur Schrauberszene.

Aber zu glauben, man müsse sich auf öffentlichen Straßen mit anderen messen – oder sogar mit der Polizei – hat damit nichts zu tun.

Und dann kommen in diesem Fall noch 0,77 Promille dazu.

Irgendwann gibt es nichts mehr schönzureden.

Kein „war doch nachts“.

Kein „ich hatte alles unter Kontrolle“.

Kein „die wollten doch nur meinen BMW kontrollieren“.

Die Polizei hat diesen Mann nach ihren Angaben einmal gestoppt.

Er fuhr wieder los.

Diese Entscheidung hat kein BMW getroffen.

Kein Turbolader.

Keine Software.

Und keine Tuningszene.

Die hat einer ganz allein getroffen.

Vielleicht sollten wir deshalb auch innerhalb unserer Szene wieder öfter einen einfachen Satz benutzen:

Alter. Lass den Scheiß.

Nicht weil wir gegen schnelle Autos sind.

Sondern weil wir wollen, dass schnelle Autos auch morgen noch Teil einer Szene sein können, die nicht ständig für das Verhalten Einzelner geradestehen muss.

Die Straße ist keine Startlinie.

Und die Polizei ist nicht dein Renngegner.

Gegen Poser. Gegen Raser. Für eine Szene mit Respekt.

GRNZWRTG

Quellen

Die Primärquelle ist die Meldung der Polizeiautobahnstation Kaiserslautern und der Zentralen Verkehrsdienste vom 21.08.2026, 09:53 Uhr. Sie nennt die Geschwindigkeit von mehr als 180 km/h bei erlaubten 130 km/h, die riskanten Fahrmanöver, die Aussage des Fahrers, den Atemalkoholwert von 0,77 Promille sowie die Sicherstellung von Führerschein und Fahrzeug.

Die Angaben wurden am selben Tag außerdem über dpa berichtet.

Originalmeldung der Polizeiautobahnstation Kaiserslautern vom 21. August 2026

 

 

AKTE #014

DIE MELDUNG

AKTE #014

FÜR EIN PAAR LIKES?

DIE MELDUNG

Innerhalb weniger Tage sind in Irland und England bei zwei schweren Falschfahrer-Unfällen insgesamt zwölf Menschen ums Leben gekommen.

Am 16. August 2026 fuhr ein BMW mit fünf Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren auf der irischen Autobahn M9 entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung.

Das Fahrzeug kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Auto.

Alle fünf Jugendlichen im BMW starben. Vier Menschen im anderen Fahrzeug, darunter ein Kind, wurden verletzt, teilweise schwer beziehungsweise kritisch.

Nach dem Unfall rückte ein bereits zuvor bekanntes Problem verstärkt in den Fokus: Videos von riskanten Fahrmanövern und Falschfahrten, die in sozialen Netzwerken verbreitet werden.

Irlands Premierminister Micheál Martin erklärte, derart gefährliches Verhalten werde teilweise für Aufmerksamkeit und Likes in sozialen Medien durchgeführt. Auch die irische Medienaufsicht kündigte an, mit TikTok über Inhalte zu sprechen, die illegales und rücksichtsloses Fahren zeigen oder fördern könnten.

Nur wenige Tage später ereignete sich in England ein weiterer schwerer Falschfahrer-Unfall.

Am 22. August kollidierte auf der A66 bei Middlesbrough ein entgegen der Fahrtrichtung fahrender Volkswagen Passat frontal mit einem Polizeifahrzeug.

Sieben Menschen starben.

Unter den Todesopfern befanden sich fünf Insassen des Passat sowie zwei Polizeibeamte.

Die genauen Umstände dieses Unfalls werden weiterhin untersucht.

Deshalb ist wichtig:

Es ist derzeit nicht abschließend belegt, dass beide tödlichen Unfälle unmittelbar durch einen Social-Media-Trend verursacht wurden.

Belegt ist jedoch, dass Behörden vor absichtlichen Falschfahrten und der Verbreitung solcher Aktionen in sozialen Medien warnen.

DIE MEINUNG VON GRNZWRTG

Zwölf Menschen.

Eigentlich könnte unsere Meinung diesmal an dieser Stelle schon enden.

Denn was soll man dazu noch schreiben?

Wir leben in einer Zeit, in der Menschen ihr Essen fotografieren.

Ihre Autos.

Ihre Urlaube.

Ihr halbes Leben.

Alles braucht Likes.

Alles braucht Reichweite.

Alles muss irgendwie noch verrückter sein als das Video davor.

Aber vielleicht sollten wir uns irgendwann eine verdammt einfache Frage stellen:

Wie weit wollen wir für Aufmerksamkeit eigentlich gehen?

Ein Burnout reicht nicht mehr.

Dann muss es schneller sein.

Gefährlicher.

Spektakulärer.

Noch näher am Gegenverkehr.

Noch mehr Klicks.

Noch mehr Likes.

Und irgendwann sitzt jemand vor seinem Handy und sieht ein Video, bei dem er denkt:

Das kann ich auch.

Vielleicht sogar:

Das kann ich besser.

Genau da hört für uns jeder Spaß auf.

Wir lieben verrückte Autos.

Wir lieben völlig unnötige Leistung.

Wir lieben Umbauten, bei denen normale Menschen fragen:

„Warum macht man sowas?“

Weil es unser Hobby ist.

Weil wir Spaß daran haben.

Weil wir schrauben.

Aber eine Sache gehört für uns niemals dazu:

Unbeteiligte Menschen zum Bestandteil irgendeiner Mutprobe zu machen.

Denn auf der anderen Fahrbahn sitzt kein Statist für dein Video.

Da sitzt vielleicht eine Mutter.

Ein Vater.

Ein Kind.

Oder zwei Polizeibeamte, die einfach nur ihren Dienst machen.

Diese Menschen haben niemals auf „Teilnehmen“ gedrückt.

Und genau deshalb sollten wir innerhalb unserer eigenen Szene anfangen, solchen Videos etwas viel Wertvolleres zu geben als Aufmerksamkeit:

Nichts.

Nicht teilen.

Nicht feiern.

Nicht kommentieren, wie „krank“ das war.

Denn vielleicht ist der größte Mittelfinger gegen diesen ganzen Wahnsinn nicht irgendein wütender Kommentar.

Vielleicht ist es einfach:

0 Likes.

0 Shares.

0 Aufmerksamkeit.

Ein Like dauert eine Sekunde.

Ein Video vielleicht dreißig.

Tot bleibt tot.

Gegen Poser. Gegen Raser. Für eine Szene mit Respekt.

GRNZWRTG

QUELLEN

Sky News – 18.08.2026
Bericht über den M9-Unfall in Irland, die fünf getöteten Jugendlichen und die Reaktion der irischen Medienaufsicht auf Social-Media-Inhalte über gefährliches Fahren.

The Guardian – 16.08.2026
Bericht über den tödlichen M9-Unfall und die vier verletzten Insassen des entgegenkommenden Fahrzeugs.

The Guardian – 23.08.2026
Bericht über den A66-Unfall bei Middlesbrough mit sieben Todesopfern, darunter zwei Polizeibeamte, sowie die laufenden Untersuchungen.

 

Hinweis: Die Zusammenfassung basiert auf dem öffentlich bekannten Ermittlungsstand vom 24. August 2026. Ein unmittelbarer kausaler Zusammenhang zwischen einem Social-Media-Trend und beiden tödlichen Unfällen ist derzeit nicht abschließend festgestellt. Die Einordnung unter „Die Meinung von GRNZWRTG“ stellt ausschließlich die Meinung von GRNZWRTG dar.

 

 

 

 

AKTE #015

DIE MELDUNG

 

Am Sonntagnachmittag fielen auf der A40 drei hochmotorisierte VW Golf mit niederländischen Kennzeichen durch ihre Fahrweise auf.

Zwei Polizeibeamte aus Krefeld waren zu diesem Zeitpunkt privat unterwegs und beobachteten das Geschehen.

Nach Angaben der Polizei sollen die drei Fahrer unter anderem rechts überholt und sich mit hoher Geschwindigkeit durch den Verkehr bewegt haben.

Bei einem der Manöver musste ein unbeteiligter Autofahrer eine Notbremsung durchführen, um einen Zusammenstoß zu verhindern.

Und die beiden Polizisten waren offenbar nicht die Einzigen, denen das auffiel:

Währenddessen gingen bei der Polizei mehrere Notrufe anderer Verkehrsteilnehmer wegen der Fahrweise der drei Fahrzeuge ein.

Die Autos wechselten von der A40 auf die A57 Richtung Köln. Zwei Fahrer fuhren schließlich auf die Rastanlage Geismühle. Dort hielten die beiden privat fahrenden Polizeibeamten sie bis zum Eintreffen der Autobahnpolizei fest. Der dritte Fahrer wurde wenig später ebenfalls kontrolliert.

Gegen die drei Männer im Alter von 20, 23 und 25 Jahren wird wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt.

Die drei Fahrzeuge sowie die darin eingebauten Dashcams wurden beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauern an.

DIE MEINUNG VON GRNZWRTG

Drei Golf.

Viel Leistung.

Niederländische Kennzeichen.

Polizei.

Man könnte daraus wieder die übliche Geschichte machen.

„Die bösen getunten Autos.“

Machen wir nicht.

Denn ein Detail dieser Geschichte ist viel wichtiger:

Andere Autofahrer mussten reagieren, damit nichts passiert.

Einer musste sogar eine Notbremsung machen.

Und mehrere Menschen griffen unabhängig voneinander zum Telefon und riefen die Polizei.

Das ist der Punkt.

Denn vielleicht glaubt derjenige hinterm Lenkrad in diesem Moment tatsächlich:

Ich habe das unter Kontrolle.

Vielleicht kann er gut fahren.

Vielleicht kennt er sein Auto.

Vielleicht hat er 300, 400 oder 500 PS.

Alles vollkommen egal.

Denn wenn ein anderer Mensch bremsen muss, damit dein Manöver funktioniert, hattest du gar nichts unter Kontrolle.

Der andere hat deinen Fehler ausgeglichen.

Und dafür bekommt er anschließend keinen Pokal.

Keine Likes.

Keinen Applaus.

Er fährt einfach weiter und denkt sich wahrscheinlich:

Was war das denn für ein Idiot?

Genau solche Situationen schaden unserer Szene.

Nicht der Golf.

Nicht die Leistung.

Nicht das Fahrwerk.

Und nicht der Mensch, der sonntagabends irgendwo mit seinen Freunden auf einem Parkplatz steht und über Autos redet.

Sondern diejenigen, die glauben, öffentlicher Verkehr sei eine Art beweglicher Hindernisparcours.

Und diesmal funktioniert auch die beliebte Ausrede nicht:

„Die Polizei hat uns doch nur wegen unserer Autos rausgezogen.“

Die beiden Beamten waren zunächst privat unterwegs.

Und gleichzeitig meldeten andere Verkehrsteilnehmer dieselbe Fahrweise.

Vielleicht sollte man dann irgendwann akzeptieren:

Es waren nicht alle anderen das Problem.

Ein guter Fahrer erkennt eine gefährliche Situation.

Ein richtig guter Fahrer sorgt dafür, dass sie gar nicht erst entsteht.

Gegen Poser. Gegen Raser. Für eine Szene mit Respekt.

GRNZWRTG

 

Quellen

Der Westdeutscher Rundfunk berichtete am 25. August 2026 über den Vorfall und die beiden privat fahrenden Polizeibeamten.

 

Die Kölnische Rundschau nennt darüber hinaus die Notbremsung eines Unbeteiligten, die mehreren Notrufe, die Beschlagnahme der drei Fahrzeuge und Dashcams sowie die laufenden Ermittlungen.

 

WDR – Polizisten stoppen in ihrer Freizeit mutmaßliche Raser


Kölnische Rundschau – Niederländische Raser liefern sich mutmaßliches Rennen über Autobahnen in NRW

 

Stand: 26. August 2026. Es handelt sich um einen Ermittlungsverdacht; eine rechtskräftige Verurteilung liegt damit nicht vor.

 

 

AKTE #016

DIE MELDUNG

Sonntagnachmittag, 23. August 2026, gegen 16:46 Uhr, auf der A7 bei Oeversee.

Mehrere Autofahrer riefen die Polizei.

Nach ihren Aussagen soll sich eine Gruppe hochmotorisierter Fahrzeuge auf der Autobahn in Richtung Süden ein Rennen geliefert haben.

Die Zeugen berichteten von Geschwindigkeiten um 250 km/h.

Doch Geschwindigkeit allein ist diesmal nicht das eigentlich Erschreckende.

Die Fahrzeuge sollen teilweise über den Standstreifen gefahren sein und andere Fahrstreifen zum Überholen genutzt haben.

Nach den Zeugenaussagen sollen sieben Fahrzeuge beteiligt gewesen sein: ein BMW X5, BMW X3, BMW 3er GT, Audi A6 Avant, Audi Q5, Porsche 911 und ein Lamborghini.

Die Gruppe soll die Autobahn an der Anschlussstelle Tarp verlassen haben.

Die Polizei leitete unmittelbar eine Fahndung ein – zunächst ohne Erfolg.

Der Verkehrsermittlungsdienst hat Ermittlungen wegen eines mutmaßlichen illegalen Kraftfahrzeugrennens aufgenommen und sucht weitere Zeugen sowie mögliche Geschädigte.

DIE MEINUNG VON GRNZWRTG

250 km/h.

Lamborghini.

Porsche.

BMW.

Audi.

Natürlich werden genau diese Wörter hängen bleiben.

Und morgen heißt es wieder:

Die Autoszene.

Aber wisst ihr, welches Wort für uns in dieser Geschichte viel wichtiger ist?

Standstreifen.

Dieser Streifen rechts neben der Autobahn ist nicht dafür gebaut worden, damit jemand mit 250 Sachen noch eine zusätzliche Überholmöglichkeit findet.

Dort steht vielleicht ein Auto mit Motorschaden.

Dort wechselt jemand einen Reifen.

Dort wartet eine Familie hinter der Leitplanke auf Hilfe.

Dort versucht ein Rettungswagen, an einem Stau vorbeizukommen.

Und genau deshalb ist uns vollkommen egal, ob da ein Lamborghini, Porsche oder ein 20 Jahre alter Kleinwagen fährt.

Leistung ist nicht das Problem.

Wir lieben Leistung.

Ein Lamborghini darf 600 PS haben.

Ein Porsche darf 300 fahren können.

Und ein Schrauber darf aus seinem Motor so viel Leistung holen, dass jeder vernünftige Mensch fragt, wofür er das eigentlich braucht.

Die Antwort darf sogar sein:

Weil es geil ist.

Aber daraus entsteht kein Recht auf eine eigene Rennstrecke.

Und schon gar nicht auf dem Standstreifen.

Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen schnell fahren können und fahren können.

Wer sein Fahrzeug beherrscht, weiß nicht nur, wann er Gas geben kann.

Er weiß vor allem, wann er es lassen muss.

Und wenn andere Verkehrsteilnehmer bereits die Polizei rufen, weil sie sich durch dein Verhalten gefährdet fühlen, solltest du vielleicht nicht darüber diskutieren, ob du dein Auto „unter Kontrolle“ hattest.

Dann solltest du dir überlegen, warum andere Menschen überhaupt Angst vor dir haben mussten.

Die Autobahn gehört auch dem 70-PS-Polo.

Dem Lkw.

Der Familie auf dem Weg in den Urlaub.

Und demjenigen, der gerade mit einer Panne auf dem Standstreifen steht.

Leistung gibt dir Möglichkeiten.

Sie gibt dir keine Sonderrechte.

Gegen Poser. Gegen Raser. Für eine Szene mit Respekt.

GRNZWRTG

Quellen

Primärquelle ist die Polizeidirektion Flensburg vom 26. August 2026, 11:43 Uhr. Die Polizei nennt ausdrücklich mehrere meldende Verkehrsteilnehmer, etwa 250 km/h, Fahrten über den Standstreifen, die sieben mutmaßlich beteiligten Fahrzeuge sowie die erfolglose erste Fahndung.

Originalmeldung der Polizeidirektion Flensburg vom 26. August 2026

Der Fall wurde außerdem überregional aufgegriffen.

 

 

 

 

 

AKTE #017

DIE MELDUNG

Am Donnerstagabend gegen 20:15 Uhr beobachtete eine Polizeistreife in Langenau zwei 17-Jährige auf ihren Leichtkrafträdern.

Nach Angaben des Polizeipräsidium Ulm fuhren die Jugendlichen dicht hintereinander und mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch Langenau.

Auf Höhe des Bahnhofs mussten beide wegen anderer Verkehrsteilnehmer abbremsen.

Als sie anschließend das Anhaltesignal der Polizei bemerkten, soll einer der Jugendlichen versucht haben zu flüchten. Dabei überholte er nach Angaben der Polizei sogar im Bereich einer Kurve ein anderes Fahrzeug.

Kurz darauf stoppten beide.

Die Jugendlichen äußerten sich nicht zum Vorwurf eines mutmaßlichen illegalen Kraftfahrzeugrennens.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft mussten beide ihre Führerscheine abgeben.

Da offenbar mehrere Verkehrsteilnehmer die Fahrweise beobachtet haben, sucht die Polizei weiterhin Zeugen.

DIE MEINUNG VON GRNZWRTG

17 Jahre.

Das ist eigentlich das Interessanteste an dieser ganzen Geschichte.

Nicht die Motorräder.

Nicht die Geschwindigkeit.

Nicht einmal das mutmaßliche Rennen.

Mit 17 wartet man teilweise jahrelang darauf, endlich selbst motorisiert unterwegs sein zu dürfen.

Man macht Theorie.

Fahrstunden.

Prüfung.

Man zählt die Tage.

Und irgendwann hält man dieses kleine Stück Plastik in der Hand und denkt:

Endlich Freiheit.

Und genau da sollte einem vielleicht jemand einen Satz mit auf den Weg geben:

Ein Führerschein gibt dir Freiheit.

Aber er macht dich nicht unsterblich.

Wir waren alle jung.

Wir haben alle Scheiße gebaut.

Und wahrscheinlich gibt es genügend Menschen in unserer Szene, die heute über Dinge lachen, bei denen sie rückblickend denken:

Alter… das hätte auch ganz anders ausgehen können.

Genau deshalb geht es hier nicht darum, zwei 17-Jährige öffentlich an den Pranger zu stellen.

Vielleicht ist diese Geschichte viel wichtiger für diejenigen, die morgen 17 werden.

Die gerade ihren Führerschein machen.

Die ihr erstes Moped umbauen.

Die zum ersten Mal selbst erleben, wie verdammt geil sich Geschwindigkeit anfühlen kann.

Leute:

Behaltet euch diese Begeisterung.

Schraubt.

Baut um.

Fahrt Motorrad.

Fahrt Auto.

Geht auf Treffen.

Lernt Technik.

Macht daraus ein Hobby, das euch vielleicht die nächsten 50 Jahre begleitet.

Aber glaubt nicht, dass ihr jemandem etwas beweisen müsst, nur weil neben euch jemand am Gas dreht.

Denn manchmal dauert eine dumme Entscheidung fünf Sekunden.

Und danach ist das weg, worauf man jahrelang gewartet hat.

Im schlimmsten Fall allerdings nicht nur der Führerschein.

Und genau deshalb lautet unsere Botschaft diesmal nicht:

„Raser raus.“

Sondern:

Jungs und Mädels – wir brauchen euch in dieser Szene.

Aber wir brauchen euch lebend.

Gegen Poser. Gegen Raser. Für eine Szene mit Respekt.

GRNZWRTG

Quellen

Primärquelle ist die Meldung des Polizeipräsidiums Ulm vom 28. August 2026, 09:55 Uhr. Darin werden Alter, Fahrweise, der Fluchtversuch, das Überholmanöver in der Kurve, die Abgabe der Führerscheine und die laufende Zeugensuche bestätigt.

Die Meldung wurde außerdem über dpa verbreitet.

Originalmeldung des Polizeipräsidiums Ulm vom 28. August 2026

Stand: 30. August 2026. Es handelt sich um den Verdacht eines illegalen Kraftfahrzeugrennens, nicht um eine rechtskräftige Verurteilung.

 

 

 

AKTE #018

DIE MELDUNG

Mehrere Polizeibehörden haben in den vergangenen Tagen erneut gezielte Kontrollen gegen die Poser-, Raser- und Tuningszene durchgeführt. 

Kontrolliert wurden insbesondere Fahrzeuge, die durch überhöhte Geschwindigkeit, unnötigen Lärm oder auffällige Fahrweise aufgefallen waren.

Nach Angaben der Polizei richteten sich die Maßnahmen ausdrücklich nicht gegen legale Tuningfahrzeuge oder verantwortungsbewusste Schrauber, sondern gegen Personen, die durch ihr Verhalten andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Bei den Kontrollen kam es unter anderem zu Fahrzeugüberprüfungen, Anzeigen, Sicherstellungen von Führerscheinen sowie Ermittlungen wegen des Verdachts verbotener Kraftfahrzeugrennen.

 

Quelle : Offizielle News zu Raser 2026 | Presseportal

 

DIE MEINUNG VON GRNZWRTG

Wisst ihr, was mich daran eigentlich am meisten stört?

Nicht die Kontrollen. Nicht die Polizei.

Sondern die Tatsache, dass wir jedes Mal dieselbe Diskussion führen müssen.

Da baut jemand jahrelang an seinem Traumauto.

Der Lack wird poliert. Die letzte Schraube wird noch einmal kontrolliert. Der TÜV ist gemacht.

Alles sauber eingetragen.

Oder der T4, an dem die ganze Woche nach Feierabend geschraubt wird, damit am Wochenende die Familie an die Ostsee fahren kann.

Und trotzdem reicht das Verhalten einiger weniger aus, damit plötzlich alle denselben Stempel bekommen.

Poser. Raser. Gefährder.

Dabei liegen zwischen einem Schrauber und einem Poser Welten.

Der eine baut. Der andere will nur gesehen werden.

Der eine investiert Zeit, Wissen und Herzblut. Der andere sucht Aufmerksamkeit.

 

Und genau deshalb müssen wir anfangen, diese Menschen voneinander zu unterscheiden.

Nicht jeder laute Auspuff bedeutet ein illegales Rennen. Nicht jedes tiefergelegte Auto ist eine Gefahr.

Nicht jeder Tuner ist ein Poser.

Aber jeder Poser sorgt dafür, dass echte Schrauber/Tuner  ihren Ruf verlieren.

 

Und genau deshalb wird GRNZWRTG niemals diejenigen feiern, die unsere Szene kaputtmachen.

Wir feiern die, die nach der Arbeit in die Garage gehen.

Die ihren Kindern zeigen, wie man schraubt. Die Wissen weitergeben. Die Respekt haben.

Denn genau sie haben unsere Szene aufgebaut.

Und genau sie sorgen dafür, dass sie auch morgen noch existiert.

 

WENIGER POSER. WENIGER RASER. WENIGER VORURTEILE.

GRNZWRTG

 

Quellen :

POL-F: 260613 - 0748 Frankfurt: Gezielte Kontrollmaßnahmen im Kontext Raser, Poser, Tuner | Presseportal

So viele illegale Autorennen hat die Polizei im Landkreis Ludwigsburg allein in diesem Jahr registriert

Raser überholt Zivilpolizei bei Offenbach: Illegales Autorennen? | hessenschau.de

 

 

 

 

 

AKTE #019

DIE MELDUNG

AKTE #018

BIS EINER EINSCHLÄGT.

 

 

Sonntagabend, 30. August 2026, 22:16 Uhr.

 

A57 bei Moers, Fahrtrichtung Nimwegen.

Nach dem aktuellen Ermittlungsstand der Polizei soll ein 23-jähriger BMW-Fahrer möglicherweise an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen mit einem Audi beteiligt gewesen sein.

 

Zwischen Moers-Kapellen und dem Kreuz Moers soll der BMW-Fahrer ein völlig unbeteiligtes Fahrzeug über den Seitenstreifen überholt haben.

Beim anschließenden Wiedereinscheren verlor er aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über seinen BMW.

Das Auto prallte gegen die Leitplanke.

Im BMW saßen neben dem Fahrer vier weitere Personen.

Der 23-Jährige und drei seiner Mitfahrer blieben unverletzt.

Ein 24-jähriger Beifahrer wurde leicht verletzt.

Nach Zeugenaussagen hielt der mutmaßlich beteiligte Audi zunächst kurz an der Unfallstelle – entfernte sich anschließend jedoch.

Laut WDR konnte die Polizei den zweiten Fahrer später über das bekannte Kennzeichen an seiner Wohnanschrift ausfindig machen. Auch dieses Fahrzeug wurde sichergestellt.

Da beim 23-jährigen BMW-Fahrer außerdem der Verdacht bestand, dass er unter Drogeneinfluss gestanden haben könnte, wurde eine Blutprobe angeordnet.

Die Ermittlungen wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens dauern an.

DIE MEINUNG VON GRNZWRTG

Vielleicht fing es ganz harmlos an.

Zwei Autos. Zwei Fahrer. Einer gibt Gas. Der andere zieht mit. Noch einmal Gas. Noch einmal hinterher.

 

Und irgendwann geht es nicht mehr darum, irgendwo anzukommen.

Sondern nur noch darum:

 

Wer zieht zuerst zurück?

 

Sonntagabend auf der A57 hat irgendwann einer zurückgezogen.

Nicht freiwillig.

 

Die Leitplanke hat entschieden.

 

Und plötzlich ist das Spiel vorbei. Dann steht da ein kaputter BMW. Die Autobahn wird gesperrt.

Polizei und Unfallaufnahmeteam stehen auf der Fahrbahn.

 

Ein Beifahrer ist verletzt.

Fahrzeuge werden sichergestellt.

Eine Blutprobe wird genommen.

 

Und aus ein paar Sekunden Gasgeben wird ein Ermittlungsverfahren.

Das ist der Teil solcher Geschichten, den man in den Videos meistens nicht sieht.

Wir sehen Beschleunigung. Wir sehen Auspuff. Wir hören Motoren.

Wir sehen zwei Autos nebeneinander.

 

Was wir selten sehen, ist das Bild fünf Minuten später.

 

Wenn einer eingeschlagen ist.

Und genau deshalb stört uns bei GRNZWRTG dieses ewige:

„Ich weiß doch, was ich tue.“

 

Vielleicht.

Vielleicht kennst du dein Auto wirklich.

Vielleicht bist du sogar ein verdammt guter Fahrer.

Aber in einem Auto sitzt manchmal noch jemand neben dir.

Der vertraut dir.

 

Der steigt ein und geht davon aus, dass du ihn auch wieder heil nach Hause bringst.

Und spätestens da geht es nicht mehr nur um dich.

Bei diesem Unfall wurde ein Beifahrer glücklicherweise nur leicht verletzt.

Dieses eine Wort – „leicht“ – macht einen gewaltigen Unterschied.

Denn diese Geschichte hätte auch einen anderen Ausgang haben können.

Wir werden deshalb nicht behaupten, wir hätten noch nie Gas gegeben.

Das wäre lächerlich.

Unsere Szene liebt Leistung.

Sie liebt Geschwindigkeit.

Sie baut Autos genau deshalb um.

Aber vielleicht gehört zum Erwachsenwerden in dieser Szene irgendwann auch die Erkenntnis:

Nicht jedes Auto, das neben dir Gas gibt, ist eine Einladung.

Manchmal ist derjenige der bessere Fahrer, der einfach denkt:

Mach du mal.

Denn am Ende interessiert niemanden mehr, wer vorne lag,

wenn einer einschlägt.

 

Gegen Poser.
Gegen Raser.
Für eine Szene mit Respekt.

GRNZWRTG

 

 

QUELLEN

 

Polizei Düsseldorf – 31.08.2026


„A 57 bei Moers Fahrtrichtung Nimwegen – Verkehrsunfall nach mutmaßlichem illegalen Kraftfahrzeugrennen – Mann leicht verletzt – VU-Team sichert Spuren am Unfallort – Blutprobe“

 

WDR – 31.08.2026


„Verdacht auf illegales Autorennen bei Moers“

 

Stand: 31. August 2026.

 

Die Ermittlungen dauern an. Es handelt sich um den Verdacht eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Eine rechtskräftige Feststellung der Schuld liegt nicht vor.

 

 

 

 

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