GRNZWRTG Storys

Storys aus dem Leben der Schrauber!

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GRNZWRTG Stories #001

Aus normal wird sportlich! 

DEAD_BORA

 

Manchmal beginnt eine Geschichte nicht mit einem Traumauto.

Manchmal beginnt sie mit einer Enttäuschung.

 

Zum 18. Geburtstag bekam der junge Mann hinter dem heute bekannten „Dead Bora“ zunächst einen VW Polo. Die Freude hielt allerdings nicht lange an. Der Wagen entpuppte sich als Fehlkauf. 

Bremsen ohne Funktion, ein Fahrzeug, das niemals so hätte verkauft werden dürfen. 

Ein denkbar schlechter Start in die mobile Freiheit.

 

Kurz darauf kam ein anderer Wagen ins Spiel.

 

Ein VW Bora 1.8 4Motion. Kein Showcar. Kein Hingucker. Kein Fahrzeug, das auf einem Treffen die Köpfe verdreht hätte. Einfach ein gepflegter Bora aus älterem Vorbesitz. Vernünftig, solide und genau das richtige Auto für einen Fahranfänger.

 

Während andere sofort an Leistung, Felgen und Tiefgang denken, stand zunächst etwas anderes im Vordergrund: Erfahrung sammeln. Das Auto kennenlernen. Die Straße kennenlernen. Verstehen, wie sich ein Fahrzeug verhält, bevor man beginnt, es zu verändern.

 

Der Bora wurde zum täglichen Begleiter.

Kilometer für Kilometer.

 

Mit jeder Fahrt wuchs die Verbindung zwischen Fahrer und Fahrzeug. Schon damals entstanden die ersten Ideen.

Eine Anlage. Ein Fahrwerk. Felgen.

 

Irgendwann vielleicht mehr.

 

Zum 20. Geburtstag folgte die erste große Überraschung.

Die Folierung im Deadpool-Design.

Aus dem unscheinbaren Bora wurde plötzlich „Dead Bora“.

Ein Fahrzeug mit Charakter. Ein Fahrzeug, das auffiel.

 

Doch das eigentliche Kapitel sollte erst noch beginnen.

 

Durch einen Zufall ergab sich die Möglichkeit, günstig an einen VR6-Motor samt Teilespender zu kommen. 

Für viele Schrauber wäre genau das der Moment gewesen, in dem der eigentliche Traum beginnt.

 

Doch das Leben hält sich selten an Pläne.

 

Corona legte die Welt lahm.

Familien mussten Verluste verkraften.

Menschen kämpften mit Sorgen und Unsicherheit.

Und dann kam eine Nachricht, die alles andere plötzlich unwichtig erscheinen ließ.

Der Verdacht auf einen Hirntumor.

 

Aus Schrauben wurde Warten.

Aus Vorfreude wurde Ungewissheit.

Monate vergingen.

Der Umbau rückte in den Hintergrund.

Wichtiger war plötzlich etwas ganz anderes.

 

Glücklicherweise stellte sich später heraus, dass der Tumor gutartig war.

Eine Nachricht, die mehr bedeutete als jedes Fahrzeugprojekt dieser Welt.

Doch auch der geplante Motorumbau verlief anders als erhofft.

Menschen, auf die man vertraute, erledigten lediglich einen Teil der Arbeit. 

Der Motor fand seinen Platz im Fahrzeug, doch vieles blieb liegen.

 

Kabelbaum.

Elektrik.

Anpassungen.

Probleme.

 

Genau die Dinge, die über Erfolg oder Stillstand entscheiden.

 

Viele hätten an diesem Punkt aufgegeben.

 

Nicht er.

 

Der gelernte Fleischer, der später Rettungssanitäter wurde, begann sich Stück für Stück in die Materie einzuarbeiten.

Leitungen wurden neu verlegt. Fehler gesucht. Lösungen gefunden. Stunden, Tage und Nächte investiert.

 

Nicht in einer Werkstatt mit unbegrenztem Budget.

 

Sondern mit Geduld.

 

Mit Ehrgeiz.

 

Und mit dem festen Willen, es selbst zu schaffen.

 

Heute steht der Dead Bora auf Treffen und zieht Blicke auf sich.

 

Nicht nur wegen der Folierung. Nicht nur wegen des VR6.

 

Sondern weil hinter dem Auto eine Geschichte steckt.

 

Eine Geschichte über Rückschläge.

Über Zweifel. Über Durchhaltevermögen.

 

Und über jemanden, der bewiesen hat, dass man nicht als Schrauber geboren werden muss.

 

Manchmal reicht es, dranzubleiben. Manchmal reicht es, zuzuhören.

 

Von den Menschen zu lernen, die diesen Weg bereits gegangen sind.

 

Ratschläge nicht nur zu hören, sondern zu verstehen.

 

Und daraus seinen eigenen Weg zu bauen.

 

Wenn man die ersten Bilder neben den aktuellen Aufnahmen sieht, erkennt man schnell, dass hier nicht einfach ein Auto umgebaut wurde.

 

Hier ist jemand mit seinem Projekt gewachsen.

 

Vom ersten eigenen Auto.

 

Über Rückschläge, an denen manche zerbrochen wären.

 

Bis hin zu einem Fahrzeug, das heute seine ganz eigene Geschichte erzählt.

 

Und genau das macht den Dead_Bora so besonders.

 

Vom Vater gelernt.

 

Die Ratschläge zu Herzen genommen.

 

Den eigenen Weg gegangen.

 

Das nennen wir mal so richtig GRNZWRTG "GEIL"

 

Von uns hier, allzeit gute Fahrt und viel Spass bei deinem nicht endenden Projekt.!

GRNZWRTG Stories #002

Das etwas andere Interview

GRNZWRTG:

Heute geht es nicht um Pokale.
Nicht um Social Media.
Nicht um Treffen.

Heute geht es darum, wie alles angefangen hat.

Erinnerst du dich noch an dein erstes Auto?

 

SCHRAUBER:

Oh ja.

Ein Fiat Uno Turbo.

Für ganze 250 Mark.

 

GRNZWRTG:

250 Mark für einen Uno Turbo?

Da stimmt doch etwas nicht.

 

SCHRAUBER:

Stimmte auch nicht.

Der Wagen lief nicht.

Und damals war es eben nur ein Fiat.

Viele wollten lieber einen GTI, BMW oder Mercedes.

Der Uno stand da und keiner wollte ihn haben.

 

GRNZWRTG:

Und was war kaputt?

 

SCHRAUBER:

Nichts Großes.

Nur ein defekter Ansaugschlauch.

Nachdem der ersetzt war, lief das Auto wieder.

 

GRNZWRTG:

War das der Moment, in dem das Schrauben begann?

 

SCHRAUBER:

Eigentlich nicht.

Ich wollte erst einmal nur fahren.

Man darf nicht vergessen:

Das war lange vor Internet, Foren und Social Media.

Damals gab es keine Influencer, die dir erklärt haben, was du kaufen musst.

Ich wollte einfach wissen, wie sich Leistung in so einem leichten Auto anfühlt.

 

GRNZWRTG:

Und?

 

SCHRAUBER:

Geil.

Anders kann ich es nicht sagen.

Der Uno hatte serienmäßig 105 PS.

Heute lacht darüber vielleicht jemand.

Damals sah das anders aus.

Wir reden von ungefähr 800 Kilo Fahrzeuggewicht.

Viele stärkere Autos hatten zwar mehr Leistung.

Aber eben auch deutlich mehr Gewicht.

Der kleine Fiat war ein Wolf im Schafspelz.

 

GRNZWRTG:

War er damals schon umgebaut?

 

SCHRAUBER:

Nein.

Eigentlich überhaupt nicht.

Das war ja das Schöne daran.

Von außen war er völlig unscheinbar.

Das Einzige, was ich verändert habe, war der Turbo-Schriftzug.

Den habe ich entfernt.

 

GRNZWRTG:

Warum?

 

SCHRAUBER:

Weil niemand wissen sollte, was unter der Haube steckt.

Der Überraschungseffekt gehörte dazu.

 

GRNZWRTG:

Wann begann dann das Tuning?

 

SCHRAUBER:

Wenn ich ehrlich bin?

Sehr bescheiden.

Ein bisschen Lack aus der Sprühdose.

Und ein selbstgebautes Dampfrad.

Zusammengebastelt mit Teilen aus der Sanitärabteilung vom Baumarkt.

 

GRNZWRTG:

Heute würde das wahrscheinlich für Diskussionen sorgen.

 

SCHRAUBER:

Garantiert.

Damals war das normal.

Man hatte eine Idee.

Dann hat man ausprobiert.

Es gab keine Tutorials.

Keine Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

Man hat gelernt, indem man Dinge gemacht hat.

 

GRNZWRTG:

Wie viel Leistung hatte der Uno danach?

 

SCHRAUBER:

Keine Ahnung.

Wirklich nicht.

Ich habe daran gedreht und bin gefahren.

Vielleicht 130 PS.

Vielleicht etwas mehr.

Vielleicht etwas weniger.

Aber eines weiß ich noch:

Nur fliegen war schöner.

 

GRNZWRTG:

Wenn du heute zurückblickst...

war der Uno einfach nur dein erstes Auto?

 

SCHRAUBER:

Nein.

Er war der Grundstein für alles, was danach kam.

Damals wusste ich das nicht.

Damals war es einfach nur ein alter Fiat vom Schrottplatz.

Heute weiß ich, dass dort etwas begonnen hat.

Die Neugier.

Das Schrauben.

Das Verändern.

Das Verstehen.

 

GRNZWRTG:

Was vermisst du heute mehr?

Die Zeit oder das Auto?

 

SCHRAUBER:

Das Auto.

Definitiv das Auto.

Heute sind die Dinger praktisch unbezahlbar.

Damals wollte sie kaum jemand haben.

 

GRNZWRTG:

Wenn du deinem jüngeren Ich heute einen Rat geben könntest...

welcher wäre das?

 

SCHRAUBER:

Scheiß egal, wie viele Kinder du erwartest.

Verkauf den Uno nicht.

 

GRNZWRTG:

Und weißt du heute noch, was aus ihm geworden ist?

 

SCHRAUBER:

Nein.

Keine Ahnung.

Irgendwann wurde er verkauft.

Und irgendwann verlor sich seine Spur.

 

GRNZWRTG:

Schade?

 

SCHRAUBER:

Ja.

Aber vielleicht ist genau das der Grund, warum man sich daran erinnert.

Denn manche Autos sind mehr als nur Autos.

Sie sind der Anfang einer Geschichte.

 

 

#GRNZWRTG

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